Donnerstag 12.04.2018, 19.30 Uhr, Neuer Salon: »Solch vertrackte Lilien« –Lesung mit Daniel Breuer und Bernd Lüttgerding

»Solch ver­track­te Lili­en« –Lesung mit Dani­el Breu­er und Bernd Lütt­ger­ding

12.4. | 19.30 Uhr | Neu­er Salon

Zwei Abseits-Romane, einer in Ber­lin, der ande­re in Brüs­sel ent­stan­den, kom­men zu Wort. Bei­de sind Gespins­te aus dicht geweb­ter Pro­sa, bei­de Abge­sän­ge auf die Ver­hei­ßun­gen des Lebens und Geschich­ten vom Wider­stand. Dani­el Breu­er erzählt in »Grand mal« von Hayo Krup­pe, einem Epi­lep­ti­ker, der nach 20 Jah­ren in sei­ne Hei­mat­stadt Val­pa­rai­so in Chi­le zurück­kehrt, im Schlepp­tau drei arbeits­lo­se Frau­en, im Gepäck einen sinis­tren Plan: Er will sich am Leben rächen, indem er ein Nagel­stu­dio eröff­net. Im »Gesang vor Türen« erzählt Bernd Lütt­ger­ding von einem, der sich nicht traut, die attrak­ti­ve Kas­sie­re­rin im Bio­la­den anzu­spre­chen, sich aber zwang­haft immer wie­der aus­malt, was pas­sie­ren könn­te, wenn er es doch wagen wür­de. Ein Rei­gen aus Wirk­lich­keit und Ver­mei­dung auf der Brü­cke zwi­schen Lite­ra­tur und Leben: Depres­si­on in knap­per Kampf­zo­ne.

Dani­el Breu­er wur­de 1977 in Tehe­ran gebo­ren. Als deutsch­stäm­mi­ger Chi­le­ne wuchs er in San­tia­go de Chi­le, Istan­bul und Brüs­sel auf. Er stu­dier­te Islam­wis­sen­schaft, Ira­nis­tik und Phi­lo­so­phie in Ber­lin. Danach meh­re­re Aus­lands­auf­ent­hal­te in Asi­en und Mit­tel­ame­ri­ka. Um sich das Schrei­ben zu ermög­li­chen, arbei­te­te er in Bars, Muse­en und auf Bau­stel­len, war Rei­se­lei­ter, Piz­za­bä­cker und Zahn­ku­rier. Seit 2014 lebt und schreibt Dani­el Breu­er wie­der in Ber­lin. Zuletzt ist von ihm »nathanroad.rec« (2016) im Ver­lag duo­tinc­ta erschie­nen.

Bernd Lütt­ger­ding, 1973 gebo­ren in Peine/Niedersachsen, lebt seit 2008 in Bel­gi­en. Nach dem Stu­di­um arbei­te­te er als Gärt­ner, im anti­qua­ri­schen Buch­han­del, als Skript­schrei­ber für TV-Produktionen und als Tech­ni­ker in einem Muse­um. Eini­ge sei­ner Gedich­te wur­den in Zeit­schrif­ten publi­ziert, zuletzt in »Abwärts« und »Sachen mit Wœr­tern« (Ber­lin) sowie in »On peut se per­mett­re« (Brüs­sel). Ende August 2017 erschien »Stäu­bun­gen – Gedich­te« bei der Para­si­ten­pres­se Köln.

Mode­ra­ti­on: Jür­gen Volk, Ver­lag duo­tinc­ta Ber­lin

Ein­tritt: 6,- / ermä­ßigt 4,- Euro

Tags:

Datum

Do 12. April 2018

Uhrzeit

19:30

Ort

NEUER SALON Brotfabrik
Kategorie
Brotfabrik Berlin

Veranstalter

Brotfabrik Berlin
Phone
+49 30 471 40 01
Email
karten@brotfabrik-berlin.de
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