Cora Piantoni

Mati­nee – Drei Fil­me über Arbeits­ge­mein­schaf­ten von Cora Pia­n­to­ni

17.3.19 | 16 Uhr

Schweiz / Deutsch­land 2010-1016 | 50 Minu­ten | Film­essays | teil­wei­se mit deut­schen Unter­ti­teln | R/K: Cora Pia­n­to­ni

www.piantoni.de

1) Poli­tik in der Höhe (2013 – 11 min)

Die Indus­trie­klet­ter­fir­ma „Świet­lik“ ent­wi­ckel­te sich aus der Solidarność-Streikbewegung 1980 in Dan­zig. „Świet­lik“ war eine Gemein­schaft von Anders­den­ken­den, die unter teil­wei­se gefähr­li­chen Bedin­gun­gen in ganz Polen in den Fabri­ken arbei­te­ten und gleich­zei­tig die Oppo­si­ti­on unter­stütz­ten, indem sie Flug­blät­ter an die Fabrik­ar­bei­ter ver­teil­ten und Ban­ner mit poli­ti­schen State­ments an Gebäu­de häng­ten. Der Film zeigt das Re-enactment einer typi­schen Arbeits­si­tua­ti­on in einer indus­tri­el­len Umge­bung. In Interview-Ausschnitten, die den Audio-Part der Instal­la­ti­on bil­den, erzäh­len ehe­ma­li­ge „Świetlik“-Mitglieder über ihre Erfah­run­gen in der Fir­ma, ihre Unter­stüt­zung der Oppo­si­ti­on, die Ver­mi­schung von Pri­vat­le­ben und Beruf und wie die dama­li­gen Erleb­nis­se die Grund­la­ge bil­den für ihr heu­ti­ges Enga­ge­ment in der pol­ni­schen Gesell­schaft und Poli­tik.

2) Wir waren das Kino (2010-2016 – 21 min)

Der Film betrach­tet die Zeit vor dem Mau­er­fall 1989 aus der Sicht der­je­ni­gen, die sie an ihrem Arbeits­platz im Kino erlebt haben. Basie­rend auf Inter­views mit ehe­ma­li­gen Kino­mit­ar­bei­tern ent­steht ein aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven zusam­men­ge­setz­tes Bild der Jah­re vor der Wen­de. Der Fokus liegt auf der unter­schied­li­chen Wahr­neh­mung der gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen Ver­än­de­run­gen, die sich im Zwi­schen­raum zwi­schen der Fik­ti­on auf der Lein­wand und der Rea­li­tät vor der Kino­tür abspiel­ten.

3) Radio GAP – Die Inter­fe­ren­zen (2016 – 16 min)

Die Grup­pe „22 Ottob­re“ oder „Ter­zo Radio GAP“ wur­de im Okto­ber 1969 in Genua gegrün­det, der Haupt­stadt des Wider­stands der Par­ti­sa­nen gegen die deut­sche Besat­zung im II. Welt­krieg. „Ter­zo Radio GAP“ war die ers­te Grup­pe, die am bewaff­ne­ten Kampf „Lot­ta Arma­ta“ teil­nahm. Der Name „Grup­pi d’Azione Par­ti­gia­na“ (GAP) bezieht sich auf die Geschich­te der Par­ti­sa­nen und ver­wen­det gleich­zei­tig ein moder­nes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­um: das Fern­se­hen. Ande­re Grup­pen wie die Bri­ga­te Ros­se infor­mier­ten über ihre Aktio­nen mit Flug­blät­tern. Radio GAP brach­ten die Infor­ma­tio­nen direkt zu den Leu­ten, in ihre Wohn­zim­mer. Nach den Nach­rich­ten, wäh­rend der Wer­bung, stör­ten sie den Ton des Pro­gramms mit ihren State­ments. Die Propaganda-Strategie, die sie wähl­ten, ähnel­te einer künst­le­ri­schen Akti­on, einer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­gue­ril­la, wie in der Situa­tio­nis­ti­schen Bewe­gung, die zur glei­chen Zeit in Paris agier­te.

Die in Zürich leben­de Künst­le­rin stellt ihre Arbei­ten selbst vor!

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Datum

So 17. März 2019

Uhrzeit

16:00

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Ort

KINO Brotfabrik
Kategorie
Brotfabrik Berlin

Veranstalter

Brotfabrik Berlin
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