HARALD HAUSWALD STONES & CO AM WEISSENSEE und Fotografien aus der Stephanus-Stiftung 20. Oktober - 26. November 2017

Harald Haus­wald | Stones & Co am Wei­ßen­see und Foto­gra­fien aus der Stephanus-Stiftung

20. Okto­ber – 26. Novem­ber 2017
Eröff­nung: 20. Okto­ber, 19 Uhr
Finis­sa­ge und Künstlergespräch mit Harald Haus­wald und Petra Schröck:
26. Novem­ber 16 Uhr

Öff­nungs­zeit: täg­lich 12 – 20 Uhr

Der bekann­te Ber­li­ner Foto­graf Harald Haus­wald zeigt in der Aus­stel­lung „Stones & Co in Wei­ßen­see“
Foto­gra­fien, die in eine Zeit zurückführen, als die west­li­chen Pop- und Rock­mu­si­ker
die Freilichtbühnen Ost­ber­lins erober­ten und legen­dä­re Kon­zer­te gaben. West­li­che Rock­stars
im Osten und ihr Publi­kum – die­ses Lebensgefühl Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre ist in
den hier gezeig­ten ein­dring­li­chen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, auch für jüngere Genera­tio­nen,
erleb­bar. Durch einen glücklichen Zufall konn­te Haus­wald die Kon­zer­te direkt vor der Bühne
aus dem Foto­gra­fen­gra­ben her­aus doku­men­tie­ren. Die Rol­ling Stones gal­ten den Macht­ha­bern
in der DDR als „Inkar­na­ti­on des Bösen“, ihre Musik wur­de 1965 ver­bo­ten. Doch die Stones-
Fans in der DDR schnit­ten die Musik ihrer Ido­le im West­ra­dio mit und spiel­ten sie sogar auf
halb­le­ga­len Tanz­ver­an­stal­tun­gen. „Wir schrie­ben sie in das Inne­re unse­rer Feder­map­pen und
wur­den zum Direk­tor bestellt und belehrt, dass wir der Musik unse­rer Fein­de nicht hul­di­gen
dürften…“ (Harald Haus­wald).
Von 1981 bis 1990 arbei­te­te Haus­wald in einer stun­den­wei­sen Anstel­lung als Foto­graf für die
Ber­li­ner Stephanus-Stiftung. Dort hielt er in den ver­schie­de­nen Ein­rich­tun­gen der dia­ko­ni­schen
Stif­tung All­tags­mo­men­te von Kin­dern, Erwach­se­nen sowie von Senio­ren mit und ohne Behin­de­rung
foto­gra­fisch fest. Einfühlsam und unver­fälscht zei­gen die Schwarz-Weiß-Fotografien das
All­tags­le­ben und Arbei­ten unter den dama­li­gen räum­li­chen und wirt­schaft­li­chen Gege­ben­hei­ten
dia­ko­ni­scher Ein­rich­tun­gen in der DDR. Die Por­träts und Grup­pen­bil­der erzäh­len vom Glück der
Begeg­nung und der Kraft der Freund­schaft, und es gelingt dem Foto­gra­fen, trotz der Inti­mi­tät
der Bil­der den Dar­ge­stell­ten Würde und Per­sön­lich­keit zu erhal­ten. Im Lau­fe sei­ner neun­jäh­ri­gen
Tätig­keit für die Stephanus-Stiftung ent­stan­den über 20.000 Fotos, aus denen nun eine
wei­te­re Aus­wahl zusätz­lich zur Aus­stel­lung im Kul­tur­wa­gen „Unser Leben sei ein Fest!“ zu sehen
ist.
Harald Haus­wald, gebo­ren, 1954 in Rade­beul ist Gründungsmitglied der Fotografen-Agentur
OSTKREUZ. Er gilt als bedeu­ten­der kri­ti­scher Chro­nist der End­zeit der DDR. Auf­grund sei­ner zu
rea­li­täts­na­hen Fotos wur­de er von der DDR-Staatssicherheit unter dem Namen Rad­fah­rer obser­viert.
Mehr als 250 Ein­zel­aus­stel­lun­gen von ihm waren u.a. zu sehen in der DDR, BRD, USA,
Frank­reich, Schweiz, Ita­li­en und den Nie­der­lan­den. Sei­ne Foto-Reportagen sind u.a. ver­öf­fent­licht
in GEO, Stern, Zeit­ma­ga­zin und Das Maga­zin. 1997 wur­de Haus­wald mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz
und 2006 mit dem „Ein­heits­preis – Bürgerpreis zur Deut­schen Ein­heit“ geehrt.

Datum

So 09. August 2020

Uhrzeit

12:00 - 20:00

Ort

GALERIE Brotfabrik
Kategorie
Brotfabrik Berlin

Veranstalter

Brotfabrik Berlin
Phone
+49 30 471 40 01
E-Mail
karten@brotfabrik-berlin.de
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