Ele­na Ter­no­va­ja | Die Alche­mie der Gedan­ken

Die Aus­stel­lung ver­mit­telt erst­mals einen reprä­sen­ta­ti­ven Über­blick auf den Werk­kom­plex der Chemi­gram­me von Ele­na Ter­no­va­ja.

Die Alche­mie beschäf­tigt sich nicht nur mit der Umwand­lung uned­ler Metal­le in Gold oder Sil­ber, sie hat auch eine tie­fer gehen­de psy­cho­lo­gi­sche Kom­po­nen­te, da es immer auch um die Umwand­lung des Men­schen geht, um die Suche des Alche­mis­ten nach sich selbst. Sie dient als Meta­pher für geis­ti­ge und stoff­li­che Ver­wand­lun­gen. Mit die­sen Fra­gen beschäf­tigt sich die ukrai­ni­sche, in Ber­lin leben­de Foto­künst­le­rin Ele­na Ter­no­va­ja in der Aus­stel­lung Die Alche­mie der Gedan­ken. In ihren Wer­ken fin­det die Trans­for­ma­ti­on auf meh­re­ren Ebe­nen statt: stoff­lich, in der Wahl der Wir­kungs­mit­teln und Che­mi­ka­li­en, die auf Grund des Licht­ein­flus­ses einem ste­ti­gen Wand­lungs­pro­zess unter­lie­gen; geis­tig, sie ver­wan­delt ihre bewuss­ten und unbe­wuss­ten Gedan­ken über den All­tag, Situa­tio­nen und Erin­ne­run­gen, die für sie manch­mal sehr laut und zeh­rend sind, in Land­schaf­ten, fili­gra­ne Bil­der und Kal­li­gra­phien und visu­ell, bezieht Ele­na Ter­no­va­ja ja den Betrach­ter in ihren Werk­pro­zess mit ein, indem sie die Eigen­sprach­lich­keit des Mate­ri­als für ihn erleb­bar macht.
Die ent­stan­de­ne Bil­der – Chemi­gram­me – basie­ren sich auf foto­chem­schen Reak­tio­nen, die durch Auf­tra­gen von Ent­wick­ler, Fixier­bad und ande­ren Wirk­stof­fen auf Foto­pa­pier ent­ste­hen. Chemi­gram­me gehö­ren zur radi­kals­ten Form der abs­trak­ten Foto­gra­fie, die sich der Gren­ze zur Nicht-mehr-Fotografie deut­lich annä­hern. Dabei geht es um die fixier­te Spur eines gesteu­er­ten Zusam­men­wir­kens von Licht und licht­emp­find­li­chen Mate­ri­al. Ter­no­va­ja expe­ri­men­tiert mit Licht, selbst­ge­bau­ten Trick­tisch, Glas­schei­ben, Che­mi­ka­li­en und ande­ren zum Teil pflanz­li­chen Wirk­stof­fen. Im Span­nungs­feld von (che­mi­schem) Zufall und bewuss­ter Steue­rung che­mi­scher Ver­än­de­rungs­pro­zes­se schafft sie ein kom­ple­xes und eigen­wil­li­ges Werk, das das ästhe­ti­sche und inne­re Raum­ge­fü­ge auf kleinst­mög­li­chen Dimen­sio­nen ver­bin­det. Die Bil­der haben eine auf­fal­lend male­ri­sche Anmu­tung, die sich in den nuan­cier­ten Grau- und Farb­wer­ten mit­teilt und im sub­ti­len, impres­sio­nis­tisch anmu­ten­den Duk­tus von Licht und Schat­ten. So amal­ga­mie­ren das Pik­tu­ra­le und der for­schen­de, expe­ri­men­tie­ren­de Blick der Künst­le­rin in die­sen Uni­ka­ten zu einem ganz eige­nen Werk­be­griff der Foto­gra­fie und des Male­ri­schen.

www.ternovaja.photography

Datum

Sa 21. Januar 2017

Uhrzeit

16:00 - 19:00

Ort

GALERIE Brotfabrik
Kategorie
Brotfabrik Berlin

Veranstalter

Brotfabrik Berlin
Phone
+49 30 471 40 01
E-Mail
karten@brotfabrik-berlin.de
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