Distancia (ДИСТАНЦИЯ) | Erst­auf­füh­rung!

06.04. – 09.04. | 18.00 Uhr
Schweiz / Bul­ga­ri­en 2016 – 75 Minu­ten – Bul­ga­risch mit deut­schen Unter­ti­teln – Doku­men­tar­film – R: Albe­na Mihayl­o­va – K: Vese­lin Hris­tov, Rein­hard Manz, Albe­na Mihai­l­o­va – M: Karel Krill, Eric Satie

„Wenn ein nahe­ste­hen­der, noch dazu jun­ger und begab­ter Mensch sich das Leben nimmt, verändert das sein Umfeld meist nach­hal­tig. Vor allem Fami­li­en­mit­glie­der tra­gen schwer und oft lebens­lang an dem Ereig­nis, haben Schuldgefühle, die sie nicht for­mu­lie­ren können, flüchten sich ins Schwei­gen und wol­len das viel­leicht Wich­tigs­te mit ins Grab neh­men. So schil­dert das auch der Film ‚Distancia’ von Albe­na Mihayl­o­va (* 1959). Die seit über zwan­zig Jah­ren in Basel leben­de Künstlerin hat ihren ein­zi­gen Bru­der Sti­ly­an (1956-1972) im Teen­ager­al­ter ver­lo­ren, was zur Ent­frem­dung von den Eltern und zum bal­di­gen Aus­zug von zuhau­se bei­getra­gen hat. Immer wie­der ver­such­te Mihayl­o­va, den Hintergründen der Tat auf die Spur zu kom­men. Sie befrag­te ihre betag­te Mut­ter sowie Schul­ka­me­ra­din­nen des Bru­ders und recher­chier­te Zeit­do­ku­men­te. Was hat­te die­ser Selbst­mord mit der zwi­schen Auf­bruch und Resi­gna­ti­on pen­deln­den Poli­tik jener Jah­re im hei­mat­li­chen Bul­ga­ri­en und später in der Tsche­cho­slo­wa­kei zu tun? Der Vater war ein in der Sowjet­uni­on aus­ge­bil­de­ter Diplo­mat, par­tei­treu, pri­vi­le­giert, der Sohn ein hell­wa­cher Jugend­li­cher mit Frei­heits­drang und eige­nen Ideen … Nach sei­nem Tod fin­det die Schwes­ter einen Halt in der Kunst, malt u.a. wunderschöne Porträts des Bru­ders, stu­diert Kunstpädagogik, Doku­men­tar­film, Medi­en­kunst. Die den Sohn idea­li­sie­ren­de Mut­ter und die Toch­ter aber können erst sehr spät mit­ein­an­der reden – ohne sich wirk­lich nahe zu kom­men. Zu groß sind Ver­let­zun­gen, Trau­er, inne­re Distanz. Und doch gibt es am Schluss eine berührend zögerliche Annäherung und nicht der Schmerz, son­dern die Hoff­nung hat das letz­te Wort.“ (Dag­mar Brun­ner, Pro­gramm­Zei­tung Basel März 2017)

www.youtube.com/watch?v=HX97unCMAwk

Am 7. und 9. April in Anwe­sen­heit von Albe­na Mihayl­o­va! Par­al­lel zu den Film­vor­füh­run­gen ist in unse­rem Neu­en Salon eine Aus­stel­lung mit bild­ne­ri­schen Arbei­ten der Künst­le­rin zu sehen.

Datum

So 09. August 2020

Uhrzeit

18:00

Ort

KINO Brotfabrik
Kategorie
Brotfabrik Berlin

Veranstalter

Brotfabrik Berlin
Phone
+49 30 471 40 01
E-Mail
karten@brotfabrik-berlin.de
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