»Das Ende des Roman­tik­dik­tats« – Lesung & Gespräch mit Andrea Newer­la

2.2.24 | 19:30 Uhr | Brot­fa­brik­Büh­ne.   

Lie­bes­ge­schich­ten fol­gen seit Jahr­hun­der­ten dem Skript »Ver­liebt, ver­lobt, ver­hei­ra­tet« – oder in zeit­ge­mä­ßer Spra­che: daten, crus­hen, ver­lie­ben, zusam­men­zie­hen, Kin­der krie­gen. Selbst que­e­re Lebens­ent­wür­fe machen vor die­sem kul­tu­rel­len Mus­ter nicht Halt. Doch das inti­me Zusam­men­le­ben in Deutsch­land sieht längst anders aus: Seit Jahr­zehn­ten sinkt die Anzahl an Hei­rats­wil­li­gen, zugleich steigt die Schei­dungs­ra­te, Ein-Personen-Haushalte neh­men ste­tig zu und Müt­ter und Väter sind oft allein­er­zie­hend. Vie­le Senior*innen ver­ein­sa­men. In ihrem Buch »Das Ende des Roman­tik­dik­tats. War­um wir Nähe, Bezie­hun­gen und Lie­be neu den­ken soll­ten« (Kösel, 2023) beschäf­tigt sich die Sozio­lo­gin Andrea Newer­la mit Lebens- und Bezie­hungs­for­men jen­seits des tra­di­tio­nel­len und hete­ro­nor­ma­ti­ven Skripts.

An dem Abend liest Andrea Newer­la aus ihrem aktu­el­len Buch und spricht mit Alex­an­der Graeff über neue Wege der Inti­mi­tät, die Bedeu­tung der Freund­schaft für zukünf­ti­ge Ver­ant­wor­tungs­ge­mein­schaf­ten und Wahl­fa­mi­li­en, über die kul­tu­rel­len und sozia­len Hin­ter­grün­de der roman­ti­schen Zwei­er­be­zie­hung – und dar­über, wes­halb es so schwer ist, sich die­ser hart­nä­ckigs­ten aller sozia­len Nor­men zu ent­le­di­gen.

Andrea Newer­la ist pro­mo­vier­te Sozio­lo­gin und forsch­te zuletzt als Seni­or Sci­en­tist an der Paris Lodron Uni­ver­si­tät Salz­burg zu Inti­mi­tä­ten, Online­da­ting und Bezie­hungs­mus­tern jen­seits hete­ro­nor­ma­ti­ver Stan­dards. Ihre For­schungs­er­kennt­nis­se die­nen als Aus­gangs­fra­gen einer neu­en Per­spek­ti­ve auf inti­me Bezie­hun­gen und bie­ten die Grund­la­ge der Betrach­tung sich wan­deln­der gesell­schaft­li­cher Ver­bind­lich­kei­ten für ihr Buch.

Alex­an­der Graeff ist Schrift­stel­ler, Pro­gramm­lei­ter Lite­ra­tur in der Brot­fa­brik Ber­lin sowie Initia­tor der Lese­rei­he »Schrei­ben gegen die Norm(en)?«. Sei­ne Essays der letz­ten Jah­re wer­fen einen lite­ra­tur­so­zio­lo­gi­schen Blick auf que­e­re Zugän­ge zur Gegen­warts­li­te­ra­tur. Er lebt seit fünf­zehn Jah­ren poly­amor.

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Datum

Fr 02. Februar 2024
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Uhrzeit

19:30

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BÜHNE Brotfabrik
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