Do. 20.09. | 20:00 | Voraufführung Fr. 21.09. | 20:00 | Premiere Sa. 22.09. | 20:00 So. 23.09. | 18:00 Di. 25.09. | 20:00 Mi. 26.09. | 20:00 Do. 27.09. | 20:00 Fr. 28.09. | 20:00 Sa. 29.09. | 20:00 So. 30.09. | 18:00 Di. 01.10. | 20:00 Mi. 02.10. | 20:00 Blonde Poison

Blon­de Poi­son

21. – 23.2. | 20 Uhr + 24.02. | 19 Uhr + 26.2. – 2.3. | 20 Uhr + 3.3. | 19 Uhr + 5. – 9.3. | 20 Uhr + 10.3. | 19 Uhr
One-woman play by Gail Louw, direc­ted by Robert Che­va­ra, star­ring Dul­cie Smart as Stel­la Gold­schlag | in Eng­lish
Schau­spiel von Gail Louw, Regie Robert Che­va­ra, mit Dul­cie Smart als Stel­la Gold­schlag | in Eng­lisch

Deut­scher Ankün­di­gungs­text nächs­ter Absatz
Stel­la Gold­schlag was a Jew who betray­ed other Jews to the Gesta­po – but how far was she herself a vic­tim? A teen­ager at the time Ber­lin was orde­red to be „juden­rein“, she initi­al­ly went into hiding with her par­ents. But a friend betray­ed her, and she was impr­i­son­ed, tor­tu­red and kept in soli­ta­ry con­fi­ne­ment. She escaped twice but even­tual­ly made a deal in the hope that it would stop the tor­tu­re and save the lives of her fami­ly… In ‚Blon­de Poi­son‘ Stel­la is an older woman loo­king back at her life. Guilt, deni­al and fear are laye­red with wit, grief, and love. Memo­ry is inter­wo­ven with lies and fal­se memo­ries in an extra­or­di­na­ry mono­lo­gue. Based on a true sto­ry.

Gail Louws Dra­ma BLONDE POISON basiert auf der wah­ren Geschich­te von Stel­la Gold­schlag, die als soge­nann­te Grei­fe­rin, den Nazis half, unter­ge­tauch­te Juden auf­zu­spü­ren, in der Hoff­nung, damit nicht nur das eige­ne son­dern auch das Leben ihrer Fami­lie zu ret­ten. Erzählt wird eine Geschich­te von Iden­ti­tät und Selbst­wert­ge­fühl, von Ver­rat und Schuld, von Lie­be und Trau­er beglei­tet von der Fra­ge: Wel­chen Preis sind wir bereit zu zah­len, wenn es ums Über­le­ben geht?
Stel­la Gold­schlag lebt als Jüdin in Ber­lin. Sie iden­ti­fi­ziert sich als Deut­sche und kann mit ihrer Her­kunft als Jüdin, ihrer Glau­bens­i­den­ti­tät nichts anfan­gen. Sie ist blond, blau­äu­gig, lebens­hung­rig und umschwärmt. Stel­las Cre­do ist Leben, Über­le­ben. Eine recht­zei­ti­ge Aus­rei­se aus Deutsch­land schei­tert und auch sie muss den gel­ben Stern tra­gen, der sie als Jüdin aus­weist. Doch Ber­lin soll „juden­frei“ wer­den, die gro­ßen Depor­ta­tio­nen begin­nen. Stel­la und ihre Fami­lie tau­chen unter. Ihr Ver­steck wird ver­ra­ten, es fol­gen Inhaf­tie­rung, Ein­zel­haft und Fol­ter. Sie flieht meh­re­re Male erfolg­los. Schließ­lich geht sie, in der Hoff­nung, wei­te­rer Fol­ter zu ent­ge­hen und das Leben ihrer Fami­lie zu ret­ten, einen Deal ein: Als soge­nann­te Grei­fe­rin spürt sie unter­ge­tauch­te Juden in Ber­lin auf und ver­rät sie an die Gesta­po. Stel­la wird bald von den in Ber­lin unter­ge­tauch­ten Juden blon­des Gift genannt. Doch selbst mit ihrem Ver­rat kann sie das Leben ihrer Fami­lie nicht ret­ten. Nach Kriegs­en­de wird sie in meh­re­ren Pro­zes­sen ver­ur­teilt. Die meis­ten der Gestapo-Mitarbeiter, mit denen Stel­la zu tun hat­te, kom­men hin­ge­gen unge­straft davon. Die Toch­ter, die Stel­la noch kurz vor Kriegs­en­de gebo­ren hat, wächst in einer Pfle­ge­fa­mi­lie auf und möch­te zeit­le­bens nichts mit ihrer leib­li­chen Mut­ter zu tun haben. Stel­la gilt als Ver­rä­te­rin, als Dämo­nin, die sich an den NS-Verbrechen mit­schul­dig gemacht hat.
In BLONDE POISON blickt Stel­la auf ihr Leben zurück. Schich­ten von Schuld, Ver­leug­nung und Angst wer­den offen­ge­legt und mit Trau­er, Witz und Lie­be kom­men­tiert. In einem außer­ge­wöhn­li­chen Mono­log wird Stel­las Rück­schau mit Lügen und fal­schen Erin­ne­run­gen ver­wo­ben. War sie das Mons­ter, für das sie die Nach­welt hält, oder doch auch selbst Opfer?
Das Dra­ma von Gail Louw wur­de bereits mehr­fach welt­weit auf­ge­führt. Mit der Insze­nie­rung von Robert Che­va­ra in der Brot­fa­brik Ber­lin kommt das Stück nun erst­mals nach Deutsch­land.
Ismail Moham­med, Lei­ter des Johan­nes­bur­ger Markt­thea­ters, schreibt 2016 über das Stück: „Gail Louws Blon­de Poi­son ist eine die­ser Geschich­ten, in der so vie­le ver­schie­de­ne Emo­tio­nen zugleich ent­zün­det wer­den: Bewun­de­rung für den muti­gen Über­le­bens­in­stinkt der Figur bei gleich­zei­ti­ger abso­lu­ter Ver­ach­tung für ihre poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen; uner­bitt­lich gegen­über ihrem Ver­rat emp­fin­den und zugleich eine tie­fe Empa­thie für ihren per­sön­li­chen Ver­lust. Es ist sowohl ein kraft­vol­les poli­ti­sches Dra­ma als auch eine bewe­gend ergrei­fen­de Geschich­te über eine Mutter-Tochter-Beziehung. Ein her­vor­ra­gen­des Thea­ter­stück, das Ver­stand und Herz berührt.“
Robert Che­va­ra lebt in Lon­don und Ber­lin. Er arbei­tet als Regis­seur in Lon­don und welt­weit. Sei­ne Insze­nie­run­gen ‚Vin­cent River‘ im Park Theat­re und ‚Sex / Crime‘ im The Glo­ry sind zwei der erfolg­reichs­ten unab­hän­gi­gen Thea­ter­pro­duk­tio­nen in Lon­don in die­sem Jahr.
www.robertchevara.com

Dul­cie Smart ist in ihrer Hei­mat Neu­see­land eine der bekann­tes­ten Thea­ter­schau­spie­le­rin­nen. Mitt­ler­wei­le lebt sie fast 30 Jah­re in Deutsch­land und arbei­tet hier vor allem für Film und Fern­se­hen. Sie arbei­tet als Voice-Actress euro­pa­weit; ihre Stim­me ist bspw. in Doku­men­tar­fil­men, Audio­füh­run­gen zahl­rei­cher Muse­en und Lite­ra­tur­le­sun­gen zu hören. www.dulciesmart.com/de/

Gail Louw ist eine preis­ge­krön­te bri­ti­sche Dra­ma­ti­ke­rin jüdi­scher Abstam­mung. Ihre Groß­el­tern wur­den 1942 von Ber­lin nach Minsk depor­tiert, wo sie von den Nazis ermor­det wur­den. Ihre Mut­ter und Tan­te ent­ka­men als jun­ge Mäd­chen nach Paläs­ti­na. www.gail-louw.com

Beset­zung | Regie: Robert Che­va­ra | Text: Gail Louw | Spiel: Dul­cie Smart | Büh­nen­bild: Eliza­beth Kel­ly | Social Media: Jack Cul­len
Eine Kopro­duk­ti­on von Robert Che­va­ra und White­cloud Pro­duc­tions in Koope­ra­ti­on mit der Brot­fa­brik Ber­lin. Ein­tritt: 16,- € / erm. 10,- €
Online-Tickets (zzgl. VVK-Gebühr): https://www.eventbrite.de/e/blonde-poison-tickets-48440067546?aff=ehomecard

Datum

So 24. Februar 2019
Expired!

Uhrzeit

19:00

Preis

16,- / erm. 10,-

Mehr Informationen

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Ort

BÜHNE Brotfabrik
Kategorie
Brotfabrik Berlin

Veranstalter

Brotfabrik Berlin
Phone
+49 30 471 40 01
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