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Die Chronik der Brotfabrik

Liebe Gäste,

hier finden Sie die komplette Chronologie der Geschichte unseres Hauses in Wort und Bild - von der Zerpenschleuser Landbrotbäckerei über den Jugendclub der Kunsthochschule bis hin zum heutigen Kunst- & Kulturzentrum Brotfabrik.

1890 - 1985 | 1986 - 1989 | 1990 - 1995 | 1996 - 1999 | 2000 - 2005 | 2006 - 2010

 

PostHeaderIcon 2000 - 2005

Neuer Name, Neues Schild (2002) Die Brotfabrik im Sommer 2003

 

2000 Neuordnung des Internetstudios zur Bewältigung der durch den Ansturm entstandener Probleme, dadurch Reduzierung des jugendlichen Publikums, Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit (Januar). 10 Jahre Brotfabrik & Auszeichnung mit dem "Freiherr-vom-Stein-Preis" der Alfred-Toepfer-Stiftung Hamburg, verbunden mit einer Prämie in Höhe von 50.000,00 DM. Große Party im Bühnengebäude für über 250 Gäste (Mai). Baubeginn des Tanzstudios über der Theateretage als Ort für Kinder und Jugendliche (Juni). Im Herbst Aufgabe des Pächters des Cafes "Geierwallys" (Oktober), Übernahme der Räume durch den Glashaus e.V. und Beginn des Umbaus zur Brotfabrikkneipe (Dezember). Es entsteht eine komplett neue Toilettenanlage in den Kellerräumen, wiederum in großen Teilen in Eigenleistungen. Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gab für dieses Bauvorhaben 50.000,-- DM. Mit diesem Geld wurden das Material gekauft und die erforderlichen Fachfirmen bezahlt. Der Architekt war bereits vorher durch Renovierungsarbeiten des Vereins im Architekturbüro finanziert worden. Nach Fertigstellung der WC’s begann der Verein mit dem Abbruch der alten Toilettenanlage, um somit einen neuen Foyerbereich zu schaffen. Dieser Foyerbereich wurde dann mit dem völlig neuen Haupteingang verbunden, dessen Herstellung bis zum Herbst 1996 abgeschlossen werden konnte. Die gesamten Arbeiten kamen im Mai ’97 zum Abschluß.
2001 Beantragung einer Namensgebung des Platzes vor der Brotfabrik, vorgeschlagener Name: "Caligariplatz" (Januar), Eröffnung der Brotfabrikkneipe am 13.7. in völlig umgestalteten und vergrößerten Räumen. Nutzung des Tanzstudios als Tanzlabor Brotfabrik, Aufbau von Kursen (September) Jugendprojekte gegen Rechts mit dem Bundesprogramm Civitas: Film & Projekt Jugendschutzlager im Nationalsozialismus.
2002 Ausrufung eines kleinen Wettbewerbes unter Studenten der UdK, Kunsthochschule Weißensee und der Technischen Universität Dresden zur Gestaltung des künftigen Caligariplatzes (Februar), Präsentation von 42 eingereichten Arbeiten im ehem. Kino Delphi (September), Auswahl und Prämierung der Siegerarbeiten in zwei Runden (Oktober & Dezember). Mehrere Veranstaltungen auf dem Caligariplatz, öffentliche Aufführung des Films "Das Cabinet des Dr. Caligari " projiziert auf eine Wasserleinwand (22.6.), auf dem Caligariplatz (amtlich seit dem 17.6.) mit über 200 Besuchern Fest "Brot & Spiel I" auf dem Caligariplatz (6. - 8.9.), Enthüllung der von Unternehmer Dirk Stettner gespendeten Straßenschilder durch den Bezirksstadtrat M. Federlein (7.9.). Jugendprojekte gegen Rechts mit dem Bundesprogramm Civitas: Film & Projekt Jugendschutzlager im Nationalsozialismus (Weiterführung), Mädchenprojekt "Seitenwechsel" und "Faschismus Revue" mit der Hauptschule "Heinz Brandt"
2003 Auswahl eines Siegerentwurfes für die Gestaltung des Caligariplatzes: Das Dresdner Studenteam Susann Becker & Kerstin Gehring macht mit seinem rhombenförmigen Schachbrettmuster das Rennen. Ankündigung des Senatsbauverwaltung und des Tiefbauamtes Pankow, diesen Entwurf im Rahmen der Umgestaltung der Prenzlauer Promenade ab Herbst umzusetzen (Januar) Einer, nicht allein durch den Verein überbrückbaren, Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben geschuldet, musste der Glashaus e.V. zur finanziellen Sanierung auf den Weg bringen: Das Tanzstudio ging an einen eigenen Verein über, die Bühne verließ ihre Fabriketage und zog in das erste Geschoss des Haupthauses, das bis dahin dort untergebrachte Internetstudio nahm sein Betrieb im ehemaligen Pferdestall im April wieder auf, dort allerdings in einen offenen und einen Schulungsbereich gegliedert. Zugleich nahm der Verein mit Hilfe von Freunden, Förderern und Vereinsmitgliedern einen Sanierungskredit auf und beauftragte einen Unternehmensberater mit externer Hilfe. Bis zum Sommer konnte so die Krise weitestgehend bewältigt und die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt werden. Auszeichnung des Vereins mit dem Filmprogrammpreis Berlin-Brandenburg für ein herausragendes Filmprogramm 2002, wie bereits 1999, 2000, 2001. Beginn der Bauarbeiten am Caligariplatz und der Prenzlauer Promenade.
2004 Auslaufen der beiden Stellen für den Internetbereich, Einstellung des des Betriebes, Rückzug der Fotogalerie aus dem Laden Prenzlauer Promenade 189 in das Hofgebäude, Neustart mit Kunstwissenschaftlerin Petra Schröck, Neugestaltung des Erdgeschossbereiches Prenzlauer Promenade 4, Mai, der in Anlehnung der Entwürfe aus dem Brotfabrik-Wettbewerb entsteht. Juni: Festival ‚Film und Architektur’,Eröffnung mit Filmaufführung „Das Cabinet des Dr. Caligari’ und Livemusik Caligariplatz (3.6.), Im Juli feiert die Robert-Bosch-Stiftung mit über 250 Osteuropäern den Abschluss des Theoder-Heuss-Kollegs. September: Aus dem historischen Brotkühlraum entsteht der ‚Brötchenkeller’, ein Kunstprojekt unter dem Hof, Baubeginn für den neuen Caligariplatz November – Dezember), Neubau des Gründachs auf der Galerie (das erste war 1990 zusammen mit Studenten der TU enstanden). Der erste Weihnachtsbaum auf dem Caligariplatz, dank einer Bodenhülsespende der Baufirma.
2005 Fertigstellung des Caligariplatzes im Frühjahr. Jugendprojekt ‚Kriegskarussell’ unter Leitung des Künstlers Sergej Dott ab 2.5. zum 60. Jahrestages der Befreiung. 15 Jahre Brotfabrik mit Festwoche. Im Mai Aufbruch der Baumscheiben auf dem Caligariplatz nach Problemen der Kastanien. Pressefest der ‚Jungen Welt’ in der Brotfabrik mit mehreren hundert Gästen (Juni), der neue Infostand der Brotfabrik erstmalig im Einsatz: auf dem Rakatakfest..
Das Gelände hinter der Brotfabrik steht wieder mal leer. Kinoprogrammpreis Berlin-Brandenburg im Juli (und Bund im August). Europafest mit der Bosch-Stiftung. Sechster Platz und damit Nichtgewinner in der neuen Zentren-Initiative „Mittendrin Berlin“ mit dem Projekt ‚Filmstadt Weißensee’ für die Gustav-Adolf-Straße. Das Projekt war Auftakt für ein verstärktes nachbarschaftliches Engagement der Brotfabrik.
Filmfestival Contravision in der BF, Wahllokal für die Bundestagswahl 2005, Zwei Betonbänke für den Caligariplatz werden von der Fa. Wall gesponsert. Kunstprojekt ‚WEISSENSEE’ des Künstlers Micha Koch auf den Dach der Brotfabrik. Die Buchstaben waren dem Schriftzug ‚Hollywood’ nachempfunden und sollen später den Eingang nach Weißensee kennzeichnen. Anbringung des Schriftzuges „KUNST IST LEBENSMITTEL“.
Die Brotfabrik erobert neuerlich das ehemalige Kino ‚Delphi’ nach monatelangem Leerstand und Verwahrlosung. Beräumung. Ausstellung und Filmvorführungen (Filme aus der Filmstadt Weißensee), zum Tag des Offenen Denkmals.
Neues Hoftor in der Brotfabrik, 15. Kinder- und Jugendfilmetage (alles September), Diebstahl der Bronzefigur ‚Großer Knabe’ von Anna-Franziska Schwarzbach vom Hof der Brotfabrik, sie wird im Dezember der Brotfabrik über einen Mittelsmann gegen Zahlung der Belohnung angeboten. Der Infostand präsentiert da ‚Mein bester Freund“ Jugendprojekte der BF auf dem 5. Berliner Jugendforum im Angeordnetenhaus. Das Gründach der Galerie (erstes Nachwendeprojekt von StudentInnen der TU Berlin) wird wegen Dacharbeiten erneuert, die Erde aus verschiedenen Gegenden Berlins (auch von Mauerstreifen) wird dabei leider vermischt), alles Dezember.

 

 

PostHeaderIcon 2006 - 2010

Neuer Name, Neues Schild (2002) Die Brotfabrik im Sommer 2003

 

2000 Neuordnung des Internetstudios zur Bewältigung der durch den Ansturm entstandener Probleme, dadurch Reduzierung des jugendlichen Publikums, Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit (Januar). 10 Jahre Brotfabrik & Auszeichnung mit dem "Freiherr-vom-Stein-Preis" der Alfred-Toepfer-Stiftung Hamburg, verbunden mit einer Prämie in Höhe von 50.000,00 DM. Große Party im Bühnengebäude für über 250 Gäste (Mai). Baubeginn des Tanzstudios über der Theateretage als Ort für Kinder und Jugendliche (Juni). Im Herbst Aufgabe des Pächters des Cafes "Geierwallys" (Oktober), Übernahme der Räume durch den Glashaus e.V. und Beginn des Umbaus zur Brotfabrikkneipe (Dezember). Es entsteht eine komplett neue Toilettenanlage in den Kellerräumen, wiederum in großen Teilen in Eigenleistungen. Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gab für dieses Bauvorhaben 50.000,-- DM. Mit diesem Geld wurden das Material gekauft und die erforderlichen Fachfirmen bezahlt. Der Architekt war bereits vorher durch Renovierungsarbeiten des Vereins im Architekturbüro finanziert worden. Nach Fertigstellung der WC’s begann der Verein mit dem Abbruch der alten Toilettenanlage, um somit einen neuen Foyerbereich zu schaffen. Dieser Foyerbereich wurde dann mit dem völlig neuen Haupteingang verbunden, dessen Herstellung bis zum Herbst 1996 abgeschlossen werden konnte. Die gesamten Arbeiten kamen im Mai ’97 zum Abschluß.
2001 Beantragung einer Namensgebung des Platzes vor der Brotfabrik, vorgeschlagener Name: "Caligariplatz" (Januar), Eröffnung der Brotfabrikkneipe am 13.7. in völlig umgestalteten und vergrößerten Räumen. Nutzung des Tanzstudios als Tanzlabor Brotfabrik, Aufbau von Kursen (September) Jugendprojekte gegen Rechts mit dem Bundesprogramm Civitas: Film & Projekt Jugendschutzlager im Nationalsozialismus.
2002 Ausrufung eines kleinen Wettbewerbes unter Studenten der UdK, Kunsthochschule Weißensee und der Technischen Universität Dresden zur Gestaltung des künftigen Caligariplatzes (Februar), Präsentation von 42 eingereichten Arbeiten im ehem. Kino Delphi (September), Auswahl und Prämierung der Siegerarbeiten in zwei Runden (Oktober & Dezember). Mehrere Veranstaltungen auf dem Caligariplatz, öffentliche Aufführung des Films "Das Cabinet des Dr. Caligari " projiziert auf eine Wasserleinwand (22.6.), auf dem Caligariplatz (amtlich seit dem 17.6.) mit über 200 Besuchern Fest "Brot & Spiel I" auf dem Caligariplatz (6. - 8.9.), Enthüllung der von Unternehmer Dirk Stettner gespendeten Straßenschilder durch den Bezirksstadtrat M. Federlein (7.9.). Jugendprojekte gegen Rechts mit dem Bundesprogramm Civitas: Film & Projekt Jugendschutzlager im Nationalsozialismus (Weiterführung), Mädchenprojekt "Seitenwechsel" und "Faschismus Revue" mit der Hauptschule "Heinz Brandt"
2003 Auswahl eines Siegerentwurfes für die Gestaltung des Caligariplatzes: Das Dresdner Studenteam Susann Becker & Kerstin Gehring macht mit seinem rhombenförmigen Schachbrettmuster das Rennen. Ankündigung des Senatsbauverwaltung und des Tiefbauamtes Pankow, diesen Entwurf im Rahmen der Umgestaltung der Prenzlauer Promenade ab Herbst umzusetzen (Januar) Einer, nicht allein durch den Verein überbrückbaren, Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben geschuldet, musste der Glashaus e.V. zur finanziellen Sanierung auf den Weg bringen: Das Tanzstudio ging an einen eigenen Verein über, die Bühne verließ ihre Fabriketage und zog in das erste Geschoss des Haupthauses, das bis dahin dort untergebrachte Internetstudio nahm sein Betrieb im ehemaligen Pferdestall im April wieder auf, dort allerdings in einen offenen und einen Schulungsbereich gegliedert. Zugleich nahm der Verein mit Hilfe von Freunden, Förderern und Vereinsmitgliedern einen Sanierungskredit auf und beauftragte einen Unternehmensberater mit externer Hilfe. Bis zum Sommer konnte so die Krise weitestgehend bewältigt und die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt werden. Auszeichnung des Vereins mit dem Filmprogrammpreis Berlin-Brandenburg für ein herausragendes Filmprogramm 2002, wie bereits 1999, 2000, 2001. Beginn der Bauarbeiten am Caligariplatz und der Prenzlauer Promenade.
2004 Auslaufen der beiden Stellen für den Internetbereich, Einstellung des des Betriebes, Rückzug der Fotogalerie aus dem Laden Prenzlauer Promenade 189 in das Hofgebäude, Neustart mit Kunstwissenschaftlerin Petra Schröck, Neugestaltung des Erdgeschossbereiches Prenzlauer Promenade 4, Mai, der in Anlehnung der Entwürfe aus dem Brotfabrik-Wettbewerb entsteht. Juni: Festival ‚Film und Architektur’,Eröffnung mit Filmaufführung „Das Cabinet des Dr. Caligari’ und Livemusik Caligariplatz (3.6.), Im Juli feiert die Robert-Bosch-Stiftung mit über 250 Osteuropäern den Abschluss des Theoder-Heuss-Kollegs. September: Aus dem historischen Brotkühlraum entsteht der ‚Brötchenkeller’, ein Kunstprojekt unter dem Hof, Baubeginn für den neuen Caligariplatz November – Dezember), Neubau des Gründachs auf der Galerie (das erste war 1990 zusammen mit Studenten der TU enstanden). Der erste Weihnachtsbaum auf dem Caligariplatz, dank einer Bodenhülsespende der Baufirma.
2005 Fertigstellung des Caligariplatzes im Frühjahr. Jugendprojekt ‚Kriegskarussell’ unter Leitung des Künstlers Sergej Dott ab 2.5. zum 60. Jahrestages der Befreiung. 15 Jahre Brotfabrik mit Festwoche. Im Mai Aufbruch der Baumscheiben auf dem Caligariplatz nach Problemen der Kastanien. Pressefest der ‚Jungen Welt’ in der Brotfabrik mit mehreren hundert Gästen (Juni), der neue Infostand der Brotfabrik erstmalig im Einsatz: auf dem Rakatakfest..
Das Gelände hinter der Brotfabrik steht wieder mal leer. Kinoprogrammpreis Berlin-Brandenburg im Juli (und Bund im August). Europafest mit der Bosch-Stiftung. Sechster Platz und damit Nichtgewinner in der neuen Zentren-Initiative „Mittendrin Berlin“ mit dem Projekt ‚Filmstadt Weißensee’ für die Gustav-Adolf-Straße. Das Projekt war Auftakt für ein verstärktes nachbarschaftliches Engagement der Brotfabrik.
Filmfestival Contravision in der BF, Wahllokal für die Bundestagswahl 2005, Zwei Betonbänke für den Caligariplatz werden von der Fa. Wall gesponsert. Kunstprojekt ‚WEISSENSEE’ des Künstlers Micha Koch auf den Dach der Brotfabrik. Die Buchstaben waren dem Schriftzug ‚Hollywood’ nachempfunden und sollen später den Eingang nach Weißensee kennzeichnen. Anbringung des Schriftzuges „KUNST IST LEBENSMITTEL“.
Die Brotfabrik erobert neuerlich das ehemalige Kino ‚Delphi’ nach monatelangem Leerstand und Verwahrlosung. Beräumung. Ausstellung und Filmvorführungen (Filme aus der Filmstadt Weißensee), zum Tag des Offenen Denkmals.
Neues Hoftor in der Brotfabrik, 15. Kinder- und Jugendfilmetage (alles September), Diebstahl der Bronzefigur ‚Großer Knabe’ von Anna-Franziska Schwarzbach vom Hof der Brotfabrik, sie wird im Dezember der Brotfabrik über einen Mittelsmann gegen Zahlung der Belohnung angeboten. Der Infostand präsentiert da ‚Mein bester Freund“ Jugendprojekte der BF auf dem 5. Berliner Jugendforum im Angeordnetenhaus. Das Gründach der Galerie (erstes Nachwendeprojekt von StudentInnen der TU Berlin) wird wegen Dacharbeiten erneuert, die Erde aus verschiedenen Gegenden Berlins (auch von Mauerstreifen) wird dabei leider vermischt), alles Dezember.

 

 

PostHeaderIcon 1996 - 1999

Luftaufnahme der Brotfabrik (1998) Die Brotfabrik in neuem Gewand (2000)

 

95-96 Es entsteht eine komplett neue Toilettenanlage in den Kellerräumen, wiederum in großen Teilen in Eigenleistungen. Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gab für dieses Bauvorhaben 50.000,-- DM. Mit diesem Geld wurden das Material gekauft und die erforderlichen Fachfirmen bezahlt. Der Architekt war bereits vorher durch Renovierungsarbeiten des Vereins im Architekturbüro finanziert worden. Nach Fertigstellung der WC’s begann der Verein mit dem Abbruch der alten Toilettenanlage, um somit einen neuen Foyerbereich zu schaffen. Dieser Foyerbereich wurde dann mit dem völlig neuen Haupteingang verbunden, dessen Herstellung bis zum Herbst 1996 abgeschlossen werden konnte. Die gesamten Arbeiten kamen im Mai ’97 zum Abschluß.
1996
Das Kulturamt richtet gemeinsam mit dem Verein das "Theaterpädagogische Studio" ein. In ihm nähern sich Kinder und Jugendliche, hauptsächlich aus Weißensee, dem Theater auf spielerische Art und Weise, auch kleine Stücke entstehen. Die BrotfabrikBühne experimentiert inzwischen mit der Kleinkunst herum, ein Ausflug, der sich für die Brotfabrik selbst nicht lohnt und im Herbst 1996 wieder aufgegeben wird.
1997
Nach einer kurzen Experimentierphase mit ungewöhnlichen Theaterauffassungen eröffnete der Glashaus e.V. am 1.5.1997 in einer angemieteten Fabriketage auf 200 qm seine neue Brotfabrik- Bühne. Die neuen räumlichen Voraussetzungen und ein neuer Bühnenleiter trugen wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung des Theaters bei. Anfang 1998 beginnt die Bühne "schwarze Zahlen" zu schreiben, d.h. für den Verein, die Bühne spielt ihre Kosten wieder ein. In den freigewordenen Bühnenraum zieht das Kino mit einem zweiten Saal, der als Kino 1 nach dreiwöchiger Bauzeit am 15.5.1997 eröffnet wurde. Gleichzeitig mit den o.g. Baumaßnahmen wurde der neue Haupteingang vervollständigt, der bereits etwas früher geschaffen wurde und nun einen repräsentativen Eingangsbereich bildet. Leider nahmen diese Bau- und Umzugsarbeiten, trotz aller gewaltigen Eigenleistungen, große Summen aus dem laufenden Vereinsmitteln in Anspruch. Da diese sich ausschließlich aus den Karteneinnahmen des Vereins bilden und ein warmer Sommer recht ungüstig die Besucherzahlen beeinflußte, war das Jahr 1997 zwar in der Vereinsentwicklung sehr erfolgreich, finanziell ging es katastrophal zu Ende.
1998
Im Bewußtsein o.g. Schwierigkeiten, aber mit dem Selbstbewußtsein einer sich entwickelnden Einrichtung, ging es in das 1998. Dieses Jahr wurde zum Jahr der Umbrüche.
Das "Theater- pädagogische Studio" wurde zur Jahresmitte aufgelöst, da der letzte kommunale Mitarbeiter (ein Theaterpädagoge) versetzt wurde. Der freiwerdene Raum wurde durch den Verein renoviert und umgestaltet. Am 15.8.98 startete in ihm ein neues Projekt; die "JugendMedienEtage". Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der ProKultur gGmbH und dem Kulturamt Weißensee und begann zunächst mit einer Schülerzeitung, der "Bitzz", später mit einer zweiten, der "Spontan". Im März 1999 stellte der Glashaus e.V. dann ein Jugendfotolabor fertig (wie immer: Eigenleistung & Spenden) und im Juni 1999 wird dann das Jugendinternetcafe´ ans Netz gehen. Damit ist die MedienEtage das sich am dynamischsten entwicklende Projekt.
Bereits im Februar ’98 wurde die Galerie auf personellen Gründen auf eine ehrenamtliche Vier-Frauen-Leitung umgestellt. Dieses interessante Konzept hielt leider nur bis zum Frühjahr 1999. Dann gaben die Frauen auf. Formal wurde schon ab dem 1.1.1999 der Bereich Medien gebildet, der das Kino, die Galerie und das bisher noch nicht erwähnte Filmarchiv "ex.oriente.lux" vereint. Das Filmarchiv sammelt einzigartige Kunst- und Künstlerfilme aus der ehem. DDR, die einzigen Filmproduktionen, die neben dem staatlichen Filmmarkt entstanden. Aus dem und über das Projekt sind bereits ein Buch und eine Videokassette erschienen. Dieser Bereich wurde 2000 wieder aufgelöst.
1998 wurde weiterhin das Jahr der Finanzkonsolidierung. Der Verein gab seine Buchhaltung an einen Steuerberater, das Finanzsystem im Haus wurde neu geordnet, ein strenger Sparkurs eingeschlagen. So gelang es zum Jahreswechsel 1998/99 immerhin, einen geordneten Haushalt zu präsentieren.
1999
Da die genannten finanziellen Probleme sich nach Einschätzung des Vereins nicht durch Sparen allein reduzieren ließen, fasste der Vorstand den Entschluß, den Kinobetrieb um einen Saal zu verkleinern, die Technik zu verkaufen und somit den Haushalt wesentlich zu entlasten, um nicht zuletzt auch für neue Projekte offen sein zu können. Damit schließt nach 8 Jahren Ende April 1999 das Kino 2. Dieser Schritt ließ sich auch durch den Besucherrückgang rechtfertigen, der durch die völlig geänderte Kinosituation in Berlin entstanden ist. Während die Bühne einen Zuwachs von 30 % (1998) verzeichnen konnte, erreichten die Kinos 1+2 die Besucherzahlen, die zuvor ein Kino allein hatte. In das aufgelöste Kino 2 zieht ab dem 4. September das schon erwähnte Internetstudio, das sich in den Folgemonaten explosionsartig entwicklet. Mehr als 1000 Nutzer pro Monat bringen die Brotfabrik an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit.

 

 

PostHeaderIcon 1990 - 1995

Front des "Kunst- und Kulturzentrum Brotfabrik" (1991) Blick auf das 'Geierwallys' (1995)

 

1990 Zahlreiche Lesungen, Theaterstücke und Ausstellungen, die vor der Maueröffnungen nicht möglich gewesen wären. So lasen u.a. Max Goldt und Wiglaf Droste im Haus. Im Februar wurden, nach einer Aktion mit über 600 Unterschriften, durch den Runden Tische Weißensee die Räume des ehemaligen Ladens wieder der Brotfabrik zugesprochen. Kurz darauf begannen dort die Arbeit zur Einrichtung eines Cafe’s, das unter dem dem Namen "Geierwallys Stieftochter im Ausland. Das Cafe an der Spitze" am 18.07.1990 seine Türen öffnete.
Am 15.Mai 1990, 15 Uhr, wurde in einem symbolischen Akt das Jugend- und Kulturzentrum "Brotfabrik" gegründet. Es hatte von diesem Tage folgende Bereiche: Kino, Theater, Galerie, Cafe’. Die Kursarbeit wurde aus Kostengründen zunächst aufgegeben.
Da in der ersten Phase das Gebäude relativ unverändert zur Verfügung stand, teilten sich die Projekte die Räume.
Mitte des Jahres wurde das Haus dem Kulturamt Weißensee zugeordnet, im Herbst stellte der Magistrat kurz vor seiner Auflösung 100.000,-- DM für Kino und Theater zur Verfügung, das Theater an der Spitze wurde e.V. und aus dem Hausbeirat wurde ebenfalls ein Verein, der "Glashaus. Verein der Nutzer der Brotfabrik e.V.".
1991
Im Februar konnte nach dreitägiger Bauzeit in den ehemaligen Galerieräumen ein 55-Platz-Kino eingerichtet werden, die erforderliche technische Grundausstattung erfolgte über o.g. Magistratsmittel. Von diesem Geld finanzierte der Verein außerdem für die Bühne eine Ton- und Lichtanlage, Bestuhlung und Podeste. Das Kino sollte sich in den folgenden Jahren zu einer Legende entwickeln, mit bis zu 22.000 BesucherInnen pro Jahr. Für sein herausragendes Filmprogramm wird das Kino seit 1992 jährlich vom Bundesministerium des Innern ausgezeichnet. Als erstes Ostberliner Programmkino sorgt es für einen kräftigen Popularitätsschub; bald ist die Brotfabrik in der Hauptsache durch das Kinoprogramm bekannt.
Im April bekam dann die Galerie ihr neues Domizil; nachdem die Kurse im Pferdestall aufgegeben und ein weiterer Raum hinzugewonnen wurde, konnte nach kurzer Bauzeit die Fotogalerie in der Brotfabrik eingeweiht werden und stand fortan als Ort für junge deutsche und osteuropäische Fotografie offen. Durch ein konsequent umgesetztes Konzept wurde die Galerie weit über die Grenzen Berlins dem fotointeressierten Publikum bekannt. In den folgenden Jahren wurden, neben zahlreichen Einzelausstellungen, mehrere Projekte verwirklicht, so u.a. "Hotel Europa" und die "Konstruktion des Raumes".
Über eine Förderung des Bundes (180.000,-- DM) konnte im Herbst die Heizung auf Gasfeuerung umgestellt und das Haus mit Lüftungsanlagen ausgestattet werden. Auch hier setzte der Verein wieder Eigenleistungen ein.
Im Oktober besuchte der Filmemacher Peter Greenaway die Brotfabrik und eröffnete eine Ausstellung mit seinen Arbeiten.
1992
Die ersten ABM-Stellen nach der Wende laufen aus. Neue, wenn auch weniger, werden bewilligt.
Zwischenzeitlich arbeiteten in der Brotfabrik bis zu 18 Menschen über ABM. Allein durch den Auszug des "Theater an der Spitze e.V." reduzierte sich diese Zahl um 12.
Die Kommune hat von ihren ehemals fünf Mitarbeitern bereits zwei abgebaut. 2003 arbeitet nur noch ein Haushandwerker des Bezirkes im Haus. In den Folgejahren wird der zweite Arbeitsmarkt die Stütze des Hauses. ABM, LKZ, Hilfe zur Arbeit und andere Instrumente der Arbeitsförderung tragen, neben den freien Mitarbeitern des Vereins, zum Betrieb des Zentrums entscheidend bei, während der Bezirk sich massiv zurückzieht.
Die Besucherzahlen des Jahres 1993 überschreiten erstmals die 40.000-Grenze, bis 1999 sollen sie auf 50.000 steigen, begonnen hatte die Brotfabrik 1990 mit 20.000.
1994
Im Kampf um die restlichen Hofgebäude konnte der Verein im Frühjahr einen Erfolg erzielen. Ab Mai 1994 wurde die neuen Räume komplett saniert und waren ab Oktober als Ausstellungs- und Vortragsraum nutzbar. Der Ausbau wurde vom Verein erstmals allein ausgeführt und finanziert. Seit einiger Zeit war der Verein auch bei Vorträgen und Lesungen aktiv, so u.a. mit sehr erfolgreichen Reihen zu Philosophie und Architektur. .

 

 

PostHeaderIcon 1986 - 1989









Front des Jugendclubs "An der Weißenseer Spitze" (1987) Mit Hilfe von Soldaten der UdSSR wird die Hofdecke entfernt und der Hof begrünt (1989)



1986 Am 06.03.1986 wird der Jugendklub "An der Weißenseer Spitze" mit großem Erfolg eröffnet und entwickelt sich in den folgenden zwei Monaten zu einem Anziehungspunkt. Konzerte, Diskotheken, Ausstellungen, Lesungen, Diskussionen, Theateraufführungen.
Am 08.05.1986 wird der Klub aus politischen Gründen geschlossen. Die Kunsthochschule zieht sich aus dem Haus zurück und der Bezirk Weißensee übernimmt ihn als kommunale Einrichtung.
1987
Am 01.04.1987 öffnet der Jugendklub wieder. Die künstlerische Ausrichtung bleibt bestehen, ab September gehört auch ein Café zum Angebot, allerdings erzwingen die Anwohner ab Dezember eine Einstellung von Livemusik und Diskotheken aus Lärmschutzgründen. Dafür wird das Off-Theater-Angebot beträchtlich erweitert, so entsteht u.a. eine eigene Theatergruppe, das "Theater an der Spitze".
Nach dem teilweisen Ausbau des ehemaligen Pferdestalls (1876 erbaut und somit das älteste Gebäude), der erst ab 1987 zur Verfügung stand, konnten 1988 mehrere Zirkel für Keramik und Bildhauerei begonnen werden. Vorbereitungskurse für die Kunsthochschule und Mal- und Zeichenzirkel wurden hingegen im Hauptgebäude bereits seit dem Frühjahr 1987 angeboten.
1988
Vertiefung des 1987 begonnen Programmkonzeptes.
Den hauptamtlichen Mitarbeitern standen dabei ehrenamtlich tätige Jugendliche zur Seite. Mit ihnen wurde nicht nur ein anspruchsvolles 365-Tage-Programm verwirklicht, sie waren auch an der Um- und Ausgestaltung des Klubs engagiert beteiligt. Erstmals wurde der Jugendklub auch außerhalb seines Gebäudes tätig und richtete auf der Freilichtbühne Weißensee, im Kino Toni, im Kulturhaus Treptow und im Jugendklub Langhansstr. Rockkonzerte aus.
1989
Gründung eines Galeriebeirates. Er wurde aus Bildenden Künstlern und freischaffenden Kunstwissenschaftlern gebildet, um gegenüber der Kommune auch Ausstellungen inhaltlich durchzusetzen, die normalerweise nicht genehmigt worden wären. Zunahme von politischen Diskussionen im Haus, insbesondere über das Mittel der Literaturveranstaltungen.
Beginn der Hofbegrünung. Zunächst wurde mit Unterstützung von Soldaten der UdSSR-Streitkräfte die alte Hofdecke und ein Teil des alten Pflasters entfernt. Anschließend wurden große Teile mit Mutterboden gefüllt und bepflanzt. Gleichzeitig begann der Bau eines Wintergartens. Alle Arbeiten erfolgten in Eigenleistung der Jugendlichen und der Kollegen des Klubs.
Mit der Maueröffnung brach auch im Jugendklub ein halbes Jahr fröhlichen Chaoses an, da der Bezirk Weißensee seinen Einrichtungen völlig freie Hand in der inhaltlichen Arbeit ließ. Dies machte erste Überlegungen zur Umsetzung eines langgehegten Wunsches möglich; die Schaffung eines basisdemokratischen, sozio-kulturellen Zentrums. Dieses Konzept wurde von den Mitarbeitern und Freunden des Hauses in kurzer Zeit erarbeitet. MitstreiterInnen fanden sich aus dem Freundeskreis der Brotfabrik. Grundlage war die Formierung eines Hauses mit mehreren gleichwertigen Projekten, die unabhängig voneinander, inhaltlich anspruchsvoll und basisdemokratisch arbeiten. Die Verbindung zwischen den Projekten sollte ein Beirat und eine gemeinsame Hausverwaltung sein. Als Name des neuen Projektes wurde, in Bezug auf die ehemalige Nutzung des Hauses, "Brotfabrik" ausgewählt, Start sollte am 15.5.1990 sein. Eröffnung einer zeitweiligen Kellerdiskothek, bei den Freitagspartys kamen bis zu 200 Menschen.

 

 
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Programm Heute

Montag, 06.09.:

Kino:
18.00 Uhr:
Der Fall Gleiwitz
19.30 Uhr:
Der Garten
21.30 Uhr:
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Galerie:
-

Kneipe:
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