Luftaufnahme der Brotfabrik (1998) Die Brotfabrik in neuem Gewand (2000)

 

95-96 Es entsteht eine komplett neue Toilettenanlage in den Kellerräumen, wiederum in großen Teilen in Eigenleistungen. Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gab für dieses Bauvorhaben 50.000,-- DM. Mit diesem Geld wurden das Material gekauft und die erforderlichen Fachfirmen bezahlt. Der Architekt war bereits vorher durch Renovierungsarbeiten des Vereins im Architekturbüro finanziert worden. Nach Fertigstellung der WC’s begann der Verein mit dem Abbruch der alten Toilettenanlage, um somit einen neuen Foyerbereich zu schaffen. Dieser Foyerbereich wurde dann mit dem völlig neuen Haupteingang verbunden, dessen Herstellung bis zum Herbst 1996 abgeschlossen werden konnte. Die gesamten Arbeiten kamen im Mai ’97 zum Abschluß.
 
1996 Das Kulturamt richtet gemeinsam mit dem Verein das "Theaterpädagogische Studio" ein. In ihm nähern sich Kinder und Jugendliche, hauptsächlich aus Weißensee, dem Theater auf spielerische Art und Weise, auch kleine Stücke entstehen. Die BrotfabrikBühne experimentiert inzwischen mit der Kleinkunst herum, ein Ausflug, der sich für die Brotfabrik selbst nicht lohnt und im Herbst 1996 wieder aufgegeben wird.
 
1997 Nach einer kurzen Experimentierphase mit ungewöhnlichen Theaterauffassungen eröffnete der Glashaus e.V. am 1.5.1997 in einer angemieteten Fabriketage auf 200 qm seine neue Brotfabrik- Bühne. Die neuen räumlichen Voraussetzungen und ein neuer Bühnenleiter trugen wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung des Theaters bei. Anfang 1998 beginnt die Bühne "schwarze Zahlen" zu schreiben, d.h. für den Verein, die Bühne spielt ihre Kosten wieder ein. In den freigewordenen Bühnenraum zieht das Kino mit einem zweiten Saal, der als Kino 1 nach dreiwöchiger Bauzeit am 15.5.1997 eröffnet wurde. Gleichzeitig mit den o.g. Baumaßnahmen wurde der neue Haupteingang vervollständigt, der bereits etwas früher geschaffen wurde und nun einen repräsentativen Eingangsbereich bildet. Leider nahmen diese Bau- und Umzugsarbeiten, trotz aller gewaltigen Eigenleistungen, große Summen aus dem laufenden Vereinsmitteln in Anspruch. Da diese sich ausschließlich aus den Karteneinnahmen des Vereins bilden und ein warmer Sommer recht ungüstig die Besucherzahlen beeinflußte, war das Jahr 1997 zwar in der Vereinsentwicklung sehr erfolgreich, finanziell ging es katastrophal zu Ende.
 
1998 Im Bewußtsein o.g. Schwierigkeiten, aber mit dem Selbstbewußtsein einer sich entwickelnden Einrichtung, ging es in das 1998. Dieses Jahr wurde zum Jahr der Umbrüche.
Das "Theater- pädagogische Studio" wurde zur Jahresmitte aufgelöst, da der letzte kommunale Mitarbeiter (ein Theaterpädagoge) versetzt wurde. Der freiwerdene Raum wurde durch den Verein renoviert und umgestaltet. Am 15.8.98 startete in ihm ein neues Projekt; die "JugendMedienEtage". Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der ProKultur gGmbH und dem Kulturamt Weißensee und begann zunächst mit einer Schülerzeitung, der "Bitzz", später mit einer zweiten, der "Spontan". Im März 1999 stellte der Glashaus e.V. dann ein Jugendfotolabor fertig (wie immer: Eigenleistung & Spenden) und im Juni 1999 wird dann das Jugendinternetcafe´ ans Netz gehen. Damit ist die MedienEtage das sich am dynamischsten entwicklende Projekt.
Bereits im Februar ’98 wurde die Galerie auf personellen Gründen auf eine ehrenamtliche Vier-Frauen-Leitung umgestellt. Dieses interessante Konzept hielt leider nur bis zum Frühjahr 1999. Dann gaben die Frauen auf. Formal wurde schon ab dem 1.1.1999 der Bereich Medien gebildet, der das Kino, die Galerie und das bisher noch nicht erwähnte Filmarchiv "ex.oriente.lux" vereint. Das Filmarchiv sammelt einzigartige Kunst- und Künstlerfilme aus der ehem. DDR, die einzigen Filmproduktionen, die neben dem staatlichen Filmmarkt entstanden. Aus dem und über das Projekt sind bereits ein Buch und eine Videokassette erschienen. Dieser Bereich wurde 2000 wieder aufgelöst.
1998 wurde weiterhin das Jahr der Finanzkonsolidierung. Der Verein gab seine Buchhaltung an einen Steuerberater, das Finanzsystem im Haus wurde neu geordnet, ein strenger Sparkurs eingeschlagen. So gelang es zum Jahreswechsel 1998/99 immerhin, einen geordneten Haushalt zu präsentieren.
 
1999 Da die genannten finanziellen Probleme sich nach Einschätzung des Vereins nicht durch Sparen allein reduzieren ließen, fasste der Vorstand den Entschluß, den Kinobetrieb um einen Saal zu verkleinern, die Technik zu verkaufen und somit den Haushalt wesentlich zu entlasten, um nicht zuletzt auch für neue Projekte offen sein zu können. Damit schließt nach 8 Jahren Ende April 1999 das Kino 2. Dieser Schritt ließ sich auch durch den Besucherrückgang rechtfertigen, der durch die völlig geänderte Kinosituation in Berlin entstanden ist. Während die Bühne einen Zuwachs von 30 % (1998) verzeichnen konnte, erreichten die Kinos 1+2 die Besucherzahlen, die zuvor ein Kino allein hatte. In das aufgelöste Kino 2 zieht ab dem 4. September das schon erwähnte Internetstudio, das sich in den Folgemonaten explosionsartig entwicklet. Mehr als 1000 Nutzer pro Monat bringen die Brotfabrik an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit.

 

 
Die Brotfabrik im Netz

facebooktwitter

Kartenvorbestellung

kartenvorbestellung

Newsletter-Registrierung

Sie möchten über unser Monatsprogramm & Programm-Highlights per E-Mail informiert werden? Über den Link Newsletter können Sie Ihr Abo registrieren.