Schrei - mit Bewegung.
     
Projektträger: Glashaus e.V.  
Projektleiter: Petra Schröck, Iris Bauer  
Finanziert wurde das Projekt von:  
     
Die Brotfabrik ist ein interdisziplinäres Kunst und Kulturzentrum behauptet seit mehr als 15 Jahren „Kunst ist Lebensmittel“.

Über das tägliche Programmangebot hinaus initiieren die Mitarbeiter der Brotfabrik Jugendkunstprojekte in den Bereichen Film, Fotografie, Theater, Gestaltung.
Zu den regelmäßigen Partnern gehört auch die Heinz Brandt Schule.

Die Heinz Brandt Schule ist eine Hauptschule mit einem umfangreichen Projektangebot.
Schülerinnen und Schüler nahmen an der von Sir Simon Rattle ins Leben gerufenen Tanz- und Filmproduktion „Rhythm is it“ teil.
Braucht eine derartig mit Projekten ausgelastete Schule überhaupt die Initiative anderer Projektträger? Sollten die Schülerinnen und Schüler statt ihrer Teilnahme an einem weiteren zusätzlichen Projekt nicht lieber jede Möglichkeit nutzen, dem Unterricht zu folgen?

       
Über den Zeitraum von drei Monaten (Oktober 2006 bis Dezember 2006) werden den Jugendlichen Aufgaben zu Umgebungsdarstellung gestellt, die sie in kleinen Gruppen bearbeiten und zu Szenen umsetzen müssen. Jede Aufgabenstellung wird von den Schülern zunächst in ihren Gruppen diskutiert und als Brainstorming Stichpunktartig auf Papier gebracht. Nach dem Abgleich und der Besprechung der Ergebnisse der verschiedenen Gruppen machen sich die Schüler daran dieses durch Bewegungsübungen motiviert darzustellen. Die präsentierten Szenen werden besprochen, Problematiken geklärt und zu einem Stück zusammengeführt.
Der Prozess der Szenenerarbeitung wird von der ersten Idee bis zur Umsetzung wird mit einer Videokamera dokumentiert.

Wir arbeiteten mit den Schülern der Klasse 8b der Heinz Brandt Oberschule.
In der Zeit von drei Monaten entstanden in den Workshops eine fünfminütige Breakdance-Performance und ein zehnminütiger Einakter „Nie wieder Weihnachten“.

„Nie wieder Weihnachten“ stellte in witziger, aber auch drastischer Weise eine Vielzahl bestehender Weihnachtsdramen und Weihnachtsfreuden, aber insbesondere den Weihnachtsdramen zugrundeliegende Nicht-zu-hören-können dar.
Das Wertvolle an der Erstellung der „Weihnachtsepisode“ war, dass die Idee und die Realisierung dieser Geschichte vollkommen ein Produkt der jugendlichen Schüler ist. Der Part der Projektleiter bestand lediglich im Anregen und Nachdenken sowie Motivieren und Diskussion aufzeigen. Auf dem Part der Projektleiter basierend entstanden die Dialoge, Monologe, Szenenauftritte der Schülerinnen und Schüler. Die Schülerinnen und Schüler ließen ihrer Phantasie und Darstellungsdrang freien Lauf. Beziehungswirrwarr, Mutter-Tochterspannungen, die Vorstellung des neuen und ausländischen Freundes der Mutter, die festsitzenden Naziideologie des ewig gestrigen Großvaters, welcher zugleich ein inniges Verständnis für die Tochter hatte. All die über die Jahre schwelenden Grundkonflikte liefen auf eine Eskalation hinaus.
Nicht an der Darstellung Beteiligte bastelten an der Dekoration und Bühnenbild, bestehend aus Maske, Perücken, Kostümen, typischen Accessoires, festlicher Dekoration.

 
   
 
   
 
       
 
Die Breakdance-Performance entstand unter der Leitung von Marco Graewert. Auf Grund der sehr befristeten Zeit bestand sie aus den Grundfiguren, welche jedoch von acht Schülerinnen und Schülern synchron dargestellt werden mussten. Das besondere an dieser Leistung war, dass die an dieser Arbeit teilnehmenden Schüler größtenteils über ein gewaltiges Potential an unkontrolliertem Bewegungsdrang verfügen, aber es ihnen Schwierigkeiten bereitet, Bewegungsabläufe zu erkennen und nach zu voll ziehen. Die Arbeit erfolgte in Gruppen- und Einzeltrainingsstunden.

Ein Mitschnitt der Proben und der Aufführung erfolgte durch die Contramedienwerkstatt. Die Fertigstellung der DVD wird zum 1.2.2007 erwartet.