August 2016

ALI JOHANNES ÜLKER // Malerei

10.08.2016 — 27.08.2016

Ali Johannes Ülker lebt und arbeitet in Berlin und auf Reisen. Seine Karriere begann mit Graffiti, die Nähe zu Streetart ist allgegenwärtig. Halb menschlich halb mythisch scheinen die Charaktere seiner Bilder aus ihren eigenen anderen Welten zu kommen und finden sich ausgesetzt in einer posthumanistischen Wirklichkeit. Die Welt erscheint als Exil. Sowohl inhaltlich als auch im Hinblick auf die verwendeten Materialien spielt die Ursprünglichkeit eine große Rolle: Ülker arbeitet mit Holz, Papier, Pappe, Leinwänden und Hauswänden. So geht es auf mehreren Ebenen um das Thema Herkunft und ungeklärte Zugehörigkeit, um den Fall aus einem Paradies, aber auch um die Entstehung von neuen Welten, um Schöpfung. Die Bilder arbeiten mit einer sinnlichen Körperlichkeit aber ohne falsche Exotismen, mit Urkräften, teilweise rituell anmutenden Szenen, aber ohne jegliche Folklore, ohne Verklärung, ohne Kitsch. Authentische Materialien und selbst gemischte Farben erinnern an die nackte Realität, an das urbane Umfeld, das mit der Dynamik und den Stimmungen der dargestellten Gestalten kontrastiert.

Ali Johannes Ülker lives and works in Berlin, but travels much of the time. His career started with graffiti, so streetart features still permeate his oeuvre. Half human, half mythical, the characters of his paintings seem to come from their own different worlds and find themselves exposed to a post human reality. The world appears as an exile. Nativeness plays an important role in terms of both content and materials. Ülker works with wood, paper, paperboard, canvases and walls. On different levels he addresses themes like origins and belongings, the fall from paradise, but also the genesis of new worlds. The paintings work with a sensual physicality but without false exoticisms; with elemental powers, sometimes ritual sceneries, but never with folklore, transfiguration or kitsch. Authentic materials and self blended colors remind the viewer of the naked reality and the urban surroundings, that contrast with the dynamic primal energy and the atmosphere of the painted characters. (Catarina von Wedemeyer)